Workshop Bildbesprechung

17. Januar

Bericht

Workshop Bildbesprechung, 17. Januar 2015

Der Herzberg präsentierte sich frisch verschneit und lud eigentlich zum fotografieren ein. Dafür fehlte aber die Zeit, denn die Bildbesprechung mit acht Bildern pro Teilnehmenden sorgte für ein volles Programm.

Martin Mägli führte als Profi (www.naturbild.ch) gekonnt durch den Tag. Einleitend stellte er das Vier-Augen-Modell von Martin Zurmühle als Methode zur Bildanalyse vor. Was macht ein gutes Bild aus, weshalb sprechen gewisse Bilder die Betrachter ganz besonders an? Für Martin Zurmühle sind vier Ebenen ausschlaggebend: die Formebene mit den klassischen Gestaltungsregeln, die Erzählebene, die den Betrachter mit neuen Welten und speziellen Momente bekannt macht, die Gefühlsebene, die Erinnerungen an starke Momente wecken kann und schliesslich die Aussage des Fotografen auf der Ich-Ebene.

Dann schlug die grosse Stunde der Landschaftsfotografen. Wunderbare Bilder von exotischen Landschaften waren neben Aufnahmen aus näher gelegenen Gebieten zu sehen Sie verrieten viel über die Lust am Reisen, die Leidenschaft für Naturschönheiten, die Geduld der Fotografen, aber auch über ihre Fähigkeit, im richtigem Moment abzudrücken. Da und dort wurde ein Vordergrund aufgehellt oder ein Hintergrund abgedunkelt, die Bilder hielten so oder so Stand. Auch wenn beim einen oder anderen Bild einige Details hätten optimiert werden können, die Sonnenuntergänge in Afrika und in der Toskana, die Berge in Südamerika und in der Schweiz, die glitzernden Eisberge und die nordischen Weiten beeindruckten die Betrachter. Auch abstrahierte Bilder der Natur trugen zur Faszination bei.

Die rege und auf hohem Niveau geführte Diskussion über Bildqualität und Bildwirkung, bei der sich alle Teilnehmenden mit ihren bemerkenswerten Kenntnissen einbrachten, war äusserst anregend. Es war ein inspirierender und motivierender Tag. Ein grosses Dankeschön an die Organisatoren und an Martin Mägli.

Barbara Bühlmann

Bildeindrücke