Goldener Herbst im Oberengadin

14. - 16. Oktober

Bericht

Der Wetterbericht hatte im Vorfeld sehr viel Regen für Freitag und viel Wolken für Samstag vorausgesagt. Tatsächlich hat es bei der Ankunft in Moteratsch wie aus Kübeln geregnet und es machte keinen Sinn fotografieren zu gehen. Deshalb haben wir uns entschieden die Licht Stimmung im Oberengadin anhand des Malers Giovanni Segantini in seinen Werken im Segantini Museum in St. Moritz zu studieren. Dieser Maler hatte sich auf die Freiluft Hochgebirgsmalerei spezialisiert und vermochte es mit seiner pointilistischen Maltechnik das Licht der Hochgebirgswelt meisterlich auf seine Leinwand zu bannen. Anschliessend besuchten wir in einer Galerie in Pontresina die Ausstellung „(Nicht) Fern“ des Bündner Fotografen Guido Baselgia, dessen Fotos analog aufgenommen und oft in Schwarzweiss entwickelt wurden. Auf seinen Bildern sind ungewöhnliche Schauspiele der Natur und Landschaften aus der Schweiz, Bolivien, Norwegen etc. abgelichtet. Nach diesem Ausflug nahmen wir ein sehr reichhaltiges Abendessen im Hotel ein.

Am nächsten Tag hat sich das Wetter bereits ein bisschen verbessert und es regnete immerhin nicht mehr, deshalb haben wir uns entschieden um 6 Uhr aufzustehen, um den Sonnenaufgang am Ova da Moteratsch zu fotografieren. Danach gab es Frühstück im Hotel. Am Vormittag haben wir uns aufgeteilt, ein paar Leute gingen direkt zum Moteratsch Gletscher, denn es hatte sich am Fuss des Moteratsch Gletscher ein Gletschertor gebildet und am Vormittag war das Licht darauf ideal. Die anderen haben zuerst im Arven-Lärchen Wald um den Ova da Bernina fotografiert und sind dann später auch zum Fusse des Moteratsch Gletschers gegangen.

Am späten Nachmittag haben wir uns dann nach Punt Muragl aufgemacht, wo wir die Seilbahn nach Muottas Muragl nahmen. Bei Ankunft an der Bergstation hatte der Wind die Wolkendecke bereits ziemlich aufgerissen und uns bot sich ein atemberaubenden Blick auf die Seen der Engadiner Seenplatte, den Gipfel des Piz Palü und auf andere schöne Motiven. Kurz vor und während dem Sonnenuntergang gab es durch die teils dichteren teils lockeren an uns vorbei ziehenden Nebelschwanden ein ganz besonderes Schauspiel. Mit diesen Bildern im Kasten gingen wir wieder zurück nach Moteratsch, wo wir im Hotel das Abendessen eingenommen hatten.

Am letzten Tag waren wir früh aufgestanden, um direkt nach dem Frühstück ins Haupttal des Oberengadins zur Halbinsel Chastè bei Sils am Silsersee zu fahren. St. Moritz war an diesem Morgen fast komplett im Nebel verhüllt und auch über dem Silsersee zogen teils grössere teils kleinere Nebelschaden dahin. Dadurch gab es genügend schöne Ereignisse, welche wir fotografierend festhalten konnten, während die Sonne langsam über die Berge kam. Als die Sonne aufgegangen war, gab es im Arven-Lärchen Wald auf der Halbinsel Chastè genügend Schutz vor dem nun zu hartem Sonnenlicht und spannende Motive. Gegen Mittag haben wir uns alle nochmals getroffen und assen an einer Grillstelle auf der Halbinsel Chastè gemeinsam unser Lunchpaket. Danach ging es mit sehr vielen unterschiedlichen und schönen Eindrücken und Fotos auf der Speicherkarte zurück nach Hause. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an Anna-Barbara für die tolle Organisation und Leitung dieser 3 wundervollen Tage im Oberengadin! 

Philip Omlin

Bilder