GV-Event 2016

17. – 19. Juni auf der Riederalp

Bericht

EINZIGARTIGER ALETSCHWALD
Es ist das Revier krächzender Tannenhäher und majestätischer Hirsche: der Aletschwald oberhalb des grössten Gletschers der Alpen. Hier wachsen knorrige Arven und Lärchen neben Totholz und vermitteln fast ein bisschen Urwaldfeeling. Kein Wunder, gelten doch die teils über 900 Jahre alten Bäume als die ältsten der Schweiz.

Seit das über 400 Hektar grosse Gebiet 1933 unter Naturschutz gestellt wurde, hat der Mensch hier keine Forstwirtschaft mehr betrieben. Das Spezielle am Aletschwald sind die verschiedenen Stadien der Neubesiedlung der vom Gletscher freigegebenen Seitenmoränen durch die Pflanzen. Ein einzigartiges Wander- und Naturparadies!

Im Rahmen der Generalversammlung der Naturfotografen Schweiz habe ich den Aletschwald letztes Wochenende wieder einmal besucht. Auch der Murmeltierwiese bei der Riederalp haben wir einen Besuch abgestattet, doch die Nager wollten nicht so recht posieren. Vielleicht haben sie aufgrund des miserablen Wetters die letzten Tage und Wochen entschieden, den Winterschlaf noch etwas zu verlängern…

Im Aletschwald hingegen herrschte buntes Treiben! Besonders gefiederte Freunde wie Specht und Häher begleiteten uns auf unserer kurzen Wanderung und sorgten für viele Fotostops. Sogar einer Hirschfamilie bin ich begegnet, doch leider war ich zu langsam zum fotografieren. Vielleicht besuche ich sie im Herbst noch einmal und habe dann mehr Glück. Dann, wenn die Lärchen nämlich ihr goldgelbes Kleid angezogen haben, beginnt für mich die schönste Jahreszeit im Aletschwald!

Melanie Weber > http://tiefblicke.ch/archive/5473

Bilder