8. Tag der Bildpraesentationen

08. November

Bild: Anna-Barbara Utelli
Bericht

8. Tag der Bildpraesentationen

Der alljährliche Bildpräsentationstag im November ist zu einem festen Bestandteil im Jahresprogramm der Naturfotografen der Schweiz geworden. Zur Beliebtheit trägt der äusserst stimmungsvolle Rahmen im Dachgeschoss des Klosters Muri nicht wenig bei. So fand sich am 8. November eine recht grosse Anzahl aktiver und erwartungsfreudiger Fotografen in Muri ein. Bei einem Kaffee und Gipfeli wurden erste Erfahrungen ausgetauscht, Erinnerungen aufgefrischt und über die neuesten technischen Fortschritte diskutiert. Nach der Begrüssung durch Roland Zahnd starteten die Vorführungen. Auf dem Programm standen nur vier AV-Shows aber mit ausserordentlich weit gefächerter Thematik. Den Anfang machte Paul A. Hui mit seiner kurzen, sehr herbstlich gefärbten Schau „Derborence“. Der natürliche See entstand durch einen gigantischen Felssturz vor knapp 300 Jahren. Erstaunlich wie gut sich die Natur seither von dieser Katastrophe erholt hat. Eine Fotoreise in die Antarktis ist bestimmt für viele Naturfotografen ein Traum. Anna-Barbara Utelli konnte sich diesen Wunsch erfüllen. Ihre Schau „Pinguine“ beeindruckte vor allem durch die Weite der antarktischen Eislandschaft, andererseits aber auch durch die drolligen Darsteller, die sich in einem äusserst harschen Lebensraum zu behaupten wissen. Hansruedi Weyrich reiste unzählige Male ins Wallis, genau auf die Gemmi, um seine Darsteller, „Bartgeier“, zu fotografieren. Es gelangen ihm fantastische Aufnahmen dieses herrlichen Greifvogels, wobei ganz besonders die Flugaufnahmen begeisterten. Zusätzlich orientierte er über das seit rund 20 Jahren laufende Wiederansiedlungsprojekt im gesamten Alpenbogen. Eine ausgedehnte Mittagpause mit Suppe, Sandwiches und Kuchen aus den Backstuben von Barbara Hirsig, Hanna Moosmann und Jeannette Meier machte Appetit auf das Nachmittagsprogramm. Stefan und Sandra Grünig berichteten in ihrer zweiteiligen Bildschau von einer Reise durch „Ladakh“. Faszinierende Landschaften und eine uns weitgehend fremde Kultur mit fröhlichen, hilfsbereiten Einwohnern, denen Gastfreundschaft viel bedeutet, vermittelten den Zuschauern einen unvergesslichen Eindruck einer für die meisten fremden Welt. Im Kommentar fanden auch vielerlei Anekdoten Platz, die wie das Salz in der Suppe einer solchen Expeditionsreise das gewisse Etwas verleihen. Der warme Schlussapplaus galt nicht nur den Referenten, sondern vor allem auch den Organisatoren. Alle Anwesenden waren sich einig einen wunderschönen Tag erlebt zu haben. Es lebe der Bildpräsentationstag 2015!

Paul A. Hui

 

Bildeindrücke