Steinwild am Brienzer Rothorn

29. - 30. Juni 2012

Bild: Bruno Waegli
Bericht

Nun ist es endlich soweit, am letzten Freitag bei bestem Wetter trafen sich die charmante Workshop-Leiterin Jeannette und 9 Teilnehmer-/innen um 15:15h auf dem Schönenboden bei der Rothorn-Seilbahn. Voller Hoffnung und Zuversicht die urigen Tiere beobachten und fotografieren zu können, begaben wir uns mit der Seilbahn auf 2350m über Meer. Nach dem Check-In im Hotel Rothorn-Kulm ging es dann mit gewichtiger Fotoausrüstung zum Auskundschaften los. Auch wenn nur wenige 100 Meter zu gehen waren, mit Stativ, Rucksack und zum Teil schweren Objektiven war es jedoch trotzdem eine kräfteraubende Angelegenheit. Nach einer Weile gelang es Peter und Stephan einen kleinen Trupp von Steingeissen mit ihren Jungen aufzustöbern um ein paar Fotos zu schiessen. Für den Anfang schon mal ganz erfreulich. Einige unserer Gruppe entdeckten typische, alpine Vogelarten wie: Schneehuhn, Schneesperling, Alpenbraunelle, Hausrotschwanz, den Steinschmätzer und auch Gämse konnten wir durchs Fernglas sehen. Danach ging es mit knurrendem Magen zum wohlverdienten, schmackhaften Abendessen. Die Stimmung war ausgelassen und die Zeit zum Fachsimpeln wurde rege genutzt. Erneut mit grosser Erwartung ging es Richtung Lättgässli, laut Jeannette ein sicherer Garant für ein Rudel Steinböcke.

Tatsächlich sahen wir von Weitem, wie aus dem Nichts kommend etwa 16 kräftige, ausgewachsene Steinböcke. Doch ganz so einfach erwies sich der Weg zu den Tieren nicht. Gutes Schuhwerk war Voraussetzung. Einer der Steinböcke lief sogar bis auf wenige Meter auf Bruno zu. Diese Tiere so vor der Linse zu haben war einmalig und atemberaubend. Der Auslöser, wie ihr euch sicher vorstellen könnt, wurde so ziemlich beansprucht. Mit vollen Speicherkarten, müden Beinen und zufriedenen Gesichtern ging es später zurück ins Hotel.

Nach einer sehr kurzen Nacht, früh morgens trafen wir uns auf eine Tasse Kaffee , um anschliessend den Sonnenaufgang bei starkem Wind zu erleben und einzufangen. Die Sicht auf die Bergwelt war atemberaubend. Doch Steinböcke liessen sich nur noch von weitem sehen. Was unsere Freude jedoch nicht trübte.

Zum Abschluss trafen wir uns noch zu einem reichhaltigen und gemütlichen Frühstück bevor wir uns von einander verabschiedeten und jeder seine Heimreise antrat.

Ein herzliches Dankeschön an Jeannette für den hervorragend, geführten Event und an die Teilnehmenden für das gemeinsame Erlebnis!

Bilder