Streiflicht

Wildruhezonen - Respektiere Deine Grenzen!
Bild: Hansruedi Weyrich

Der Winter ist für die Wildtiere der Voralpen und Alpen eine besonders harte Zeit. Um ihren Energieverbrauch tief zu halten, schränken die Tiere ihre Fortbewegung stark ein. Bei unvorhersehbaren Störungen fliehen sie aber und verbrauchen dabei viel Energie. Um dies zu verhindern, scheiden die Kantone Wildruhezonen aus, welche die Nutzung durch den Menschen einschränken. Auf zwei Internetseiten sind alle Wildruhezonen der Schweiz übersichtlich dargestellt. Bitte nutze diese Portale, um Dich vor Winterexkursionen zu informieren und die Route entsprechend zu planen.

www.respektiere-deine-grenzen.ch

www.wildruhezonen.ch

Verantwortungsvolle Vogelfotografie

Mit der Digitalisierung im Fotobereich erlebt auch die Vogelfotografie eine Blüte, so dass die Zahl an hervorragenden Vogelfotos immer grösser wird. Doch ist auch die attraktivste Fotografie nichts wert, wenn sie auf Kosten des betroffenen Vogels oder seines Lebensraums gemacht wurde.

Mit der Beachtung einiger einfacher Verhaltensregeln nehmen wir Rücksicht und unterstützen damit die Anliegen des Arten- und Lebensraumschutzes.

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Rücksichtnahme gegenüber der Natur und den Vögeln!

Verhaltenscodex

Beim Fotografieren der Vögel haben deren Schutz und der Schutz ihrer Lebensräume mit den darin lebenden Tier- und Pflanzenarten absoluten Vorrang.

Artenschutz

  • Die Störung der Vögel ist auf ein Minimum zu beschränken. Halten Sie genügend grosse Distanz ein, damit die Vögel nicht auffliegen.
  • Insbesondere ist darauf zu achten, dass brütende und fütternde Vögel nicht gestört werden. Achten Sie auf das Verhalten der Altvögel. Vögel, die Warnrufe von sich geben, fühlen sich gestört.
  • Vermeiden Sie Lärm und stören Sie die Vögel nicht mit dem Imitieren von Rufen und Vogelgesang. Dies führt bei Vögeln zu unnötigem Stress.
  • Bitte verzichten Sie darauf, Vögel anzublitzen.
  • Besonders gravierend sind Störungen im Winter: Vögel dürfen in ihren Nahrungs- und Ruhegebieten nicht gestört werden.
  • Halten Sie sich in jedem Fall an die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Arten.
  • In vielen Schutzgebieten gibt es öffentliche Hides, aus denen Sie Vögel ohne zu stören in ihren natürlichen Lebensräumen fotografieren können.
  • Wenn Sie im Winter Vögel füttern, achten Sie auf artgerechtes Futter und darauf, dass das dargebotene Futter nicht durch Kot verunreinigt werden kann und dass es nicht feucht wird. Sollten an einer Futterstelle tote Vögel gefunden werden, ist die Fütterung sofort einzustellen. Nach einer gründlichen Reinigung sollte die Fütterung erst nach 2–3 Tagen wieder aufgenommen werden.
  • Betreiben Sie eine Vogeltränke, ist auch hier auf Sauberkeit zu achten. Reinigen Sie die Tränke und erneuern Sie das Wasser regelmässig.

Gebietsschutz

  • Halten Sie sich in jedem Fall an die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Lebensräume und insbesondere auch an die Vorschriften in Schutzgebieten.
  • Beachten Sie Fahrverbote und versperren Sie mit Ihrem Fahrzeug keine Wege.
  • Respektieren Sie die Rechte der Landbesitzer, indem Sie öffentliche Strassen, Wege und Pfade benutzen.
  • Falls Sie ein Tarnzelt aufstellen, holen Sie beim Landbesitzer die Erlaubnis dafür ein. Beachten Sie den Verhaltenscodex auch hier.

Vorbildcharakter

  • Respektieren Sie die Rechte anderer naturverbundener Personen, die ihre Aktivitäten und ihre Arbeit in der Natur ausführen.
  • Verhalten Sie sich auf Reisen und in den Ferien gegenüber Land und Leuten genauso respektvoll wie zu Hause.
  • Seien Sie anderen mit Ihrem verantwortungsvollen Verhalten ein Vorbild. Weisen Sie andere Personen höflich auf ein allfälliges Fehlverhalten hin.

Quelle: http://photo.vogelwarte.ch