Tiepark Goldau

7. Januar

Bericht

15 erwartungsvolle und mehr oder weniger kälteerprobte Naturfotografen warteten am Samstagmorgen vor dem Eingang des Tierparks Goldau. Ironie des Schicksals, es war mit -12°C vermutlich der kälteste Tag des laufenden Winters! Dafür präsentierten sich die Bewohner im Schnee. Der Tierpark, gegründet 1925, ist im Auslauffächer des Bergsturzes von 1806 errichtet worden, inmitten haushoher Nagelfluhfelsen und umfasst eine Fläche von 42 ha mit einigen Höhenunterschieden.

Der erste Augenschein gilt dem Blauweiher mit dem Wassergeflügel. Verschiedene Enten- und Gänsearten bevölkern die Wasserfläche, dazu Singschwan, Teichhuhn und Gänsesäger. Im kleineren Waldweiher warten schon die Kormorane auf ihr Futter. Zaghaft bahnt sich eine schwache Sonne durch den Nebel. Während sich der Wildkatzenkuder mit den auffallend hellgrünen Augen recht fotogen präsentiert, machen es die beiden Luchse dem Fotografen bedeutend schwerer. Die beiden Pinselohren klettern flink und geschickt hinauf in die Fichte. Dank dem schwachen Sonnenschein und mit etwas Glück gelingt ein Porträt der hübschen Katze im Baum, umrahmt von Fichtenzweigen.

Langsam wird es Zeit in der «Grünen Gans» ein wenig abzusitzen, zu essen und sich aufzuwärmen. Gleichzeitig erhält man die Chance sich miteinander auszutauschen und über die unterschiedlichsten Fotofragen zu diskutieren. Am frühen Nachmittag ist es deutlich wärmer geworden.

Nun gilt das Augenmerk den Braunbären und den Wölfen, die eine grosszügige, moderne Anlage gemeinsam bewohnen. Die beiden Bären können sich in der umfangreichen Anlage leicht der Beobachtung entziehen. Trotzdem tauchen sie immer wieder einmal auf, rammeln miteinander und warten auf die Futterausgabe. Da ist dann auch etwas Action angesagt.

Zum Schluss geht’s via Gämse, Steinbock und Wildschwein zurück zum Ausgang. Ein äusserst abwechslungsreicher Tag findet damit sein wohl verdientes Ende. Ambroise Marchand und Christine Sersch gehören für die Organisation und Durchführung des höchst interessanten Events grossen Dank. Zu Hause in der geheizten Stube warten hunderte von Aufnahmen auf ihre weitere Bearbeitung!

Paul A. Hui

Bilder